Am Ende des Regenbogens

Reichtum wird laut dem deutschen Wörterbuch „Duden“ definiert als „großer Besitz, Ansammlung von Vermögenswerten, die Wohlhabenheit und Macht bedeuten; Dinge, die den Reichtum einer Person, eines Landes o. Ä. ausmachen; finanzielle, materielle Güter; Vermögenswerte.“ (Anm. der Autorin: Da hat sich jetzt mein Magen kurz umgedreht.)

Eigentlich sind wir Menschen eine seltsame Spezies. Wir suchen den Reichtum in Form von Besitz, ohne zu bemerken, dass wir viel reicher sind, als je erträumt. Jeder Mensch hat nämlich einen besonderen Reichtum, den ihm niemand nehmen kann und noch besser, welcher sich niemals vermindert, sondern ständig vermehrt.

Was Reichtum wirklich bedeutet: Reich sein an Erlebnissen und Augenblicken, die einem das Leben beschert hat. Reich an Lösungsmöglichkeiten, die wir für viele Hindernisse auf unserem Weg gefunden haben. Reich an Gefühlen, die uns oft aus der Bahn geworfen und gleichzeitig wunderschöne Momente erlebt haben lassen. Reich an Menschen, die uns begleitet haben und uns immer wieder zur Seite stehen: unsere Familie, Partnerschaft und Freunde. Reich an Farben, die uns die Natur tagtäglich offenbart; alleine der Himmel als Beispiel, welcher eine Farbenpracht der Superlative mit sich bringt. Reich an Formen, die wir erschaffen und erkennen, gleich ob als architektonisches Meisterwerk oder Muster eines Schildkröten-Panzers. Reich an Gerüchen, die wir blind erkennen wie taufrisches Gras am Morgen oder der modrige, feuchte Geruch in einem alten Weinkeller. Reich an Berührungen… wie unbeschreiblich gut tut eine einfache Umarmung? Reich an Ängsten, die unseren Charakter prägen und denen wir wenn die Zeit reif ist, mit Mut begegnen werden. Reich an Hoffnungen und Wünschen, die uns vorantreiben und durch welche wir die Zukunft verbessern. Reich an Worten, mit denen wir mit unseren Mitmenschen kommunizieren, uns verständigen und ihnen unsere Sicht der Dinge erklären. Reich an Tönen, die wunderschöne Musikstücke komponieren und unser Gehör durch simples Vogelgezwitscher erfreuen. Reich an Träumen, ganz gleich ob Tagträume uns kurz in eine andere Welt entführen oder wir dem Unterbewusstsein in der Nacht begegnen. Reich an Dingen, um diese Liste des Reichtums noch unendlich vorsetzen zu können.

Rainbow

 Warum suchen wir also noch danach, wenn wir den Reichtum bereits in uns tragen? Liebe und schätze diesen Reichtum, denn er ist so wundervoll und unantastbar, dass in selbst „Duden“ nicht definieren kann!

Vermutlich hat deshalb noch niemand den berühmten Schatz am Ende des Regenbogens gefunden, weil der viel schönere Reichtum der Regenbogen ist…

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Über Miss M

I am alive. To live the life I consciously choose to create.
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2 Antworten zu Am Ende des Regenbogens

  1. Kerstin schreibt:

    Passend dazu habe ich gerade heute morgen in der Zeitung gelesen: „Der Reichtum eines Menschen bemisst sich an der Zahl der Dinge, auf die er verzichten kann.“ (David Henry Thoreau).

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