… bringt Veränderung bringt Stillstand bringt…

Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung. – Heraklit
Jeder Menschen verändert sich konstant. Jede Minute, jede Sekunde sind wir um Erfahrungen und Gefühle reicher. Viele Jahre bin ich bewusst mit dem Drang zur Weiterentwicklung Hand in Hand gegangen. Gegenseitig haben wir uns immer wieder ein Stück weitergezogen, mehr erlebt, vieles erfahren. Noch mehr als auf der Suche nach Weiterentwicklung, war ich auf der Suche nach mir selbst, nach Zufriedenheit und Glück. Nach einem besseren Ich, nach einem besseren Leben, mehr Sachen zu besitzen um mich nach außen hin zu definieren, um zu zeigen, wer ich bin. Diese vielen Wertgegenstände machen jedoch gleichzeitig abhängig, weil man sich auch darum kümmern muss. Egal ob Haus, Auto oder Geschirr, alles gehört gepflegt und gehegt, weil nun mal physikalische Gesetzen existieren. Metall rostet, Geschirr wird schmutzig wenn man es benutzt und die Fassade vom Haus wird mit der Zeit schmutzig. Gefangen in dem Zustand sich um die Wertgegenstände zu kümmern, vergessen wir manchmal den wahren Wert der Dinge: das Gefühl zum Zeitpunkt als man es erworben, geschenkt bekommen oder gefunden hat. Neulich, als ich meine Retro-Kellogg’s-Corflakes-Box betrachtete erinnerte ich mich, wie ich sie an einem kühlen Samstag Nachmittag am Flohmarkt erstanden hatte, den ich mit meiner besten Freundin besuchte. Sie fand einen orangen Oldschool-Serviettenhalter, wie man ihn aus Filmen wie Grease kennen könnte. Um unsere Schätze zu feiern, stolperten wir ins Cafe Einhorn, wo mit einem  Glas Spritzer am frühen Nachmittag angestoßen wurde. Die Kellner schliefen noch auf der Couch, offensichtlich nach einer wilden Nacht. Es war völlig dunkel, verraucht und einfach (verzeihen Sie den Ausdruck lieber Leser) „abgefuckt“. Wir aber waren einfach glücklich mit Kellogg’s-Dose, Servietten-Halter, einem Glas Spritzer und weil wir uns kannten.

In Wahrheit brauchen wir wenig um zu überleben und um glücklich zu sein. Bevor Sie lieber Leser sich jetzt denken „was für eine Themenverfehlung – vom Drang zur Veränderung zu Wertgegenständen?“. Aber hier schließt sich der Kreis auch schon: Durch den Drang der Weiterentwicklung habe ich viele Dinge die ich niemals missen möchte herausgefunden, erlebt und mich weiterentwickelt, mehr als ich jemals gedacht hätte. Die bisherige Technik der Weiterentwicklung, nämlich das ständige Tun, funktionierte aber eines Tages nicht mehr. Es ging einfach nicht mehr, egal was ich versuchte. Es machte mich müde und kraftlos. Aus der Erschöpfung und der Müdigkeit tauchte die Sehnsucht auf, dass was ist, zu akzeptieren. Zu akzeptieren wer man ist, zu akzeptieren, dass die Vergangenheit vergangen ist und im Jetzt nicht mehr existiert. Das einzige was im Jetzt existiert, ist der Mensch, der wir jetzt sind. In diesem Moment. Und in diesem Moment. Jener Mensch, der sich natürlich jederzeit verändern und neue Wege gehen kann, wenn er das will. Und der gleichzeitig erkennt, dass was Jetzt ist, besser ist als es jemals zuvor gewesen ist.

Und hier verließ ich den Kreis, in eine andere Richtung, in der ich bisher noch nicht war. Denn in der Akzeptanz von dem was ist, lag gleichzeitig die Veränderung. Das Jetzt ist Zufriedenheit und das Gefühl, dass man zu Hause ist. Wärme und Vertrauen. Vertrauen darauf, dass jeder Tag besser ist als der Tag davor, weil es Jetzt ist.

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Über Miss M

I am alive. To live the life I consciously choose to create.
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