Die Bedeutung der Yoga-Matte. Where Soul Meets Body…

Ich begann im Jahr 2013 Yoga zu praktizieren. Auf dem Wohnzimmer-Teppich. Mit einer DVD. Ein paar Monate später kaufte ich mir eine „richtige“ Yoga-Matte. Sie hatte die Farbe grün, mit einer weißen Lotus-Blüte am Beginn der Matte, direkt vor meinen Füßen wenn ich zum morgendlichen Sonnengruß die Matte betrat.

Im ersten halben Jahr verbrachte ich fast jeden Tag auf dieser Matte. Mit derselben DVD. Bei derselben Asana (Yoga-Haltung) begann ich fast jeden Tag zu weinen. Warum wusste ich erst Jahre später – gewisse Hüftöffner-Haltungen haben eine tiefe Wirkung und helfen Verborgenes zu öffnen. Durch das Loslassen dieser angestauten Emotionen kamen meine Tränen und tropften auf die Matte. Ich wuchs auf dieser Matte, Tag für Tag. Ich forderte mich und in vielen Momenten tropfte Schweiß von meiner Stirn und wurde neben dem weißen Lotus Eins mit der grünen Matte. Jeden Tag berührten meine Händen und Füße diese Matte und hinterließen Spuren. Spuren der Freude. Spuren der Trauer. Spuren der Verzweiflung. Manchmal betrat ich die Matte in den frühen Morgenstunden weil ich nicht schlafen konnte und praktizierte. Verließ die Matte und schlief weiter. Die Matte füllte sich. Mit allen Erinnerungen die ich auf ihr losgelassen hatte. Sie füllte sich mich Hingabe zu meiner Yogapraxis. Sie füllte sich nicht nur mit wachsender Muskel-Kraft, sondern auch mit zunehmender innerer Stärke. Manchmal steckte ich fest in meiner Praxis, kam nicht weiter. Dieses Gefühl wurde ein paar Tage später belohnt mit einem umso größeren Fortschritt. Ich stolperte und lernte über mich zu lachen. Ich hatte Erfolge und lernte auf mich stolz zu sein. Ich fühlte und lernte auf meinen Körper zu hören, meiner Intuition Vertrauen zu schenken. Ich erhielt Botschaften und Weisheiten auf dieser Matte übermittelt, von den Gottheiten die mit mir in Verbindung traten.

Meine Yogamatte ist mein heiliger Raum. Der Raum in welchem ich in Verbundenheit mit mir bin. Mein Raum wo ich mich vollkommen sicher und gut aufgehoben fühle. Mein Rückzugs-Ort. Aber auch der Ort an dem ich mich anderen zeige beim unterrichten. Meine Yoga-Matte wurde zu meinem Tempel. Der Tempel in welchem ich mir selbst begegne. Der Ort wo eins bin mit mir und mit allem um mich.

Ich steige jeden Tag mit Respekt und Achtung auf meine Matte. Genauso betrete ich die Yoga-Matte meiner SchülerInnen oder Yogini-Sisters nie leichtfertig bzw. versuche sie nicht zu betreten. Weil ich auch ihren Raum respektiere. Wenn wir bewusst sind, können wir die Energie einer jeden Yoga-Matte auf der praktiziert wird wahrnehmen. Jede Yoga-Matte ist gefüllt mit Erfahrungen und Erlebnissen, die es zu würdigen gilt. Ehre deine Yoga-Matte. Betritt sie mit Respekt und Hingabe. Denn sie bietet dir diesen einzigartigen Raum, der nur dir gehört.

Zum Träumen und Yogieren: Soul meets body, Death Cab for Cutie: https://youtu.be/uizQVriWp8M

Werbeanzeigen
Bild | Veröffentlicht am von | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Leben ohne Alkohol und Zigaretten?

März 2016, Indien. Ich saß in einer großen Meditationshalle mit Bildern eines Gurus an der Wand. Einem Guru den ich zwei Monate davor das erste Mal auf Youtube gesehen hatte. Keine Ahnung, was mich in den 21 Tage die ich hier war erwarten würde. Eine Sekte? Eine Religion? Yoga? Wahrheit über das Leben? Enthüllungen des Seins? Heilung? Oder doch Manipulation?

Was geschah war folgendes: Nach ein paar Tagen fühlte sich mein Gehirn an als würden sich Synapsen neu verknüpfen. Gedankensprünge die ich davor hatte, fanden plötzlich keinen Anknüpfungspunkt mehr. Als Raucher kennt man diese tagtäglichen Gedankenketten bestimmt: Ich brauch jetzt eine Zigarette. – Heute hab ich eh erst eine geraucht. – Eigentlich wollte ich aufhören. – Am Sonntag nach dem Fortgehen höre ich wirklich auf. – Ich mag mich nicht quälen. – Ich bin frei und kann tun was ich will. – Ich rauch jetzt eine. – War die Tschick jetzt wieder notwendig? Denkmuster die wir tagtäglich wiederholen: Was ziehe ich an? – Darin sehe ich dick aus. – Die Farben sind definitiv ist zu grell. – OMG, da würden sich die anderen was denken! Solche Gedankenketten meine ich. Es war als würden sie in meinem Kopf anfangen, aber der nächste Gedanke war plötzlich nicht mehr da, er konnte nicht mehr anknüpfen an den vorigen. Die Ketten begannen zu brechen.

Nach diesen 21 Tagen kam ich nach Hause. Kein Gedanke zur Zigarette zu greifen. Keine Lust auf ein Glas Wein. Ich wollte seit Jahren aufhören zu Rauchen. Kämpfte fast jede Woche dagegen. Kämpfte mit und gegen mich, um dieses Laster loszulassen. Den Geruch, den Geschmack, dieses Ziehen an einem giftigen Stummel. All das war plötzlich vorbei. Ich fühlte mich so frei. Frei von diesen Gedanken. Ich dachte damals zu Rauchen sei Freiheit. Doch ich realisierte, dass für mich die Freiheit bedeute frei von diesen Gedankenmustern zu sein, die ständig im Kopf kreisen.

Das erste Mal als ich fortging ohne Alkohol war ich neugierig. Wie würde es sein? Was würden meine Freundinnen denken? Wir gingen an einem Freitag Abend, bald nach meiner Rückkehr aus Indien in die Arena Wien. Ich stand auf der Tanzfläche. Fühlte mich unsicher. Merkte wie mir der Alkohol immer Selbstsicherheit gab. Wie flirtet man nochmal? Ich dachte ich krieg kein Wort heraus, als mich ein recht attraktiver Mann ansprach. Ich beobachtete mich selbst bei allem. Ich stand halb steif auf der Tanzfläche. Und dann, dann kam eines meiner Lieblingslieder. Ich schenkte mir selbst innerlich ein Lächeln. Empfand tiefe Sympathie mir selbst gegenüber. So fühlte sich das an, wenn man beginnt sich selbst kennenzulernen und anzunehmen wie man ist. Ich begann loszulassen und mich der Musik hinzugeben. Begann die Unsicherheit und Selbstzweifel loszulassen. Tanzschritt für Tanzschritt. Ich war erleichtert. Es war pure, reine Freude und Genuss des Lebens.

Ich musste das Fortgehen aufgrund meines Nicht-Alkoholstatus nicht aufgeben. Erst vor ein paar Monaten war ich bis 6 Uhr morgens am Gürtel unterwegs und hatte herzhaft viel Spaß. Nach wie vor gehe ich auf Festivals. Nach wie vor tanze ich. Nach wie vor bin ich immer wieder unsicher und erfahre neue Seiten an mir.

Ich vermisse nichts. Und hab viel gewonnen. Ich beurteile hier niemanden, der Alkohol trinkt oder raucht. Ich möchte nur meine Erfahrung mitteilen. Ich liebe es, wie rein und gesund sich mein Körper anfühlt. Wie ich bei der Yoga-Praxis weiterkomme und durch einen Alkohol-Rausch nicht mehr zurückgeworfen werde. Wie mehr Platz für schöne und lebensbejahende Gedanken da ist. Dankbar bin ich für dieses „Sankalpa“ (Sanskrit: Kommitment, Wort das wir uns selbst geben)- welches ich mir selbst gegeben, eingehalten habe und für immer werde.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Magie und Kraft der Rauhnächte

Es ist eine magische Zeit, die Zeit von 25. Dezember bis 5. Jänner. Es sind die sogenannten Rauhnächte, welche uns diese Magie bescheren.

Mythologie der Rauhnächte
Ein Mondjahr hat 354 Tage. Bedeutet, dass wenn ein Monat einen Mondzyklus dauern würde, hätte ein Jahr 11 Tage weniger. Unser nicht-interkalierender Lunisolarkalender folgt dem Sonnenjahr mit 365 Tagen (ausgenommen Schaltjahr). Die Differenz von 11 Tagen mit 12 Nächten sind als „Rauhnächte“ bekannt. Diese Zeit wird als „tote Zeit“ betrachtet. Die Alten Weisen, unsere naturverbundenen Vorfahren, vermieden es in den Rauhnächten zum Beispiel Wäsche hängen zu lassen, da sonst die Geistwesen Unfug trieben. Die Tiere wurden gut im Stall versperrt und die Menschen waren vorsichtig. Man sagt, dass die Gesetze der Natur während diesen Tagen außer Kraft treten und die Grenzen zu anderen Welten verschwinden.

Kraft der Rauhnächte
Die sogennanten Rauhnächten birgen eine große Kraft. Sie geben uns hilfreiche und gute Einblicke in das kommende Jahr. Ein jeder 24 Stunden-Zyklus steht für einen Monat des nächsten Jahres. Viele Menschen die sich dieser Kraft bewusst sind, beobachten in diesen Tagen genau was passierte. Wie das Wetter ist. Welche Stimmung herrscht. Wie das Essen schmeckt. Wie viel sie sich bewegen. Was für Aufgaben anfallen und wie diese gemeistert werden. Oder ganz einfach wie wir auf Ereignisse reagieren, im Außen und im Innen.

Heuer ist mein viertes Jahr, andem ich in den Rauhnächten behutsam mit mir umgehe. Ich schreibe meine Erlebnisse und Erfahrungen nieder. Ich achte auf meinen Umgang mit Menschen. Ich gehe bewusst damit um was mir meine Gefühle zeigen, was es anzunehmen oder umzuwandeln gilt. Ich lasse keinen Streit ungelöst oder Missverständnisse offen mit anderen Menschen. Ich wähle die Gedanken von denen ich möchte, dass sie Realität werden. Es ist für mich eine Zeit des In-Sich-Kehrens und bewusst Wahrnehmens. Rückblickend kann ich bestätigen, dass jeder Monat des Jahres so verlief wie eine Rauhnacht (von 0 bis 24 Uhr). Wenn der Tag ruhig begann, hat auch das Monat ruhig begonnen. Bin ich an einem Tag gereist, stand genau in diesem Monat eine Reise an. War ich unruhig am Vormittag oder Nachmittag, hatte ich in einer Monatshälfte mit etwas zu Hadern. War ich umgeben von Freunden und Familie, war es genau während dieses Monats eine Zeit, wo mir die Qualität und der Wert der Freundschaft und Liebe wieder bewusst wurde. War es ein arbeitsreicher Tag, war das Monat ein erfolgreiches. Auch Träume zeigten mir im Vorhinein, in welchem Monat mein spirituelles Bewusstsein sich erweiterte.

Versuch es selbst!
Sei in diesen Tagen aufmerksam. Schreib einfach täglich ein paar Zeilen auf. Was geschehen ist, wie du dich dabei gefühlt hast und was du wahrgenommen hast. Auch wenn es im ersten Moment etwas Unbedeutsames sein mag, beim zweiten Blick steckt vielleicht eine versteckte Botschaft dahinter welche dir im nächsten Jahr helfen kann. Interessant ist auch deine Träume in diesen Tagen zu beobachten und aufzuschreiben.

Hier ein detaillierter Überblick mit zwei Tipps, sollten einige Tage nicht so laufen wie wir es uns wünschen für das neue Jahr:
0:00 – 23:59 Uhr des 25. Dezember 2017 = Januar 2018
0:00 – 23:59 Uhr des 26. Dezember 2017 = Februar 2018
0:00 – 23:59 Uhr des 27. Dezember 2017 = März 2018

0:00 – 23:59 Uhr des 28. Dezember 2017 = April 2018
Verwandlungstag: Wenn der 25. – 27. Dezember auf einen schlechten Jahresbeginn deuten, wo man gestritten hat oder unzufrieden mit sich selbst war, kann der 28. Dezember genutzt werden um die vorhergegangenen drei Tage zu bereinigen und für einen guten Start im neuen Jahr zu sorgen. Man stellt sich alles Geschehene dazu nochmal vor, hüllt es in weißes und/oder violettes Licht, lässt es los und verwandelt es in etwas gewünschtes Positives.

0:00 – 23:59 Uhr des 29. Dezember 2017 = Mai 2018
0:00 – 23:59 Uhr des 30. Dezember 2017 = Juni 2018
0:00 – 23:59 Uhr des 31. Dezember 2017 = Juli 2018
0:00 – 23:59 Uhr des 1. Januar 2018 = August 2018
0:00 – 23:59 Uhr des 2. Januar 2018 = September 2018
0:00 – 23:59 Uhr des 3. Januar 2018 = Oktober 2018
0:00 – 23:59 Uhr des 4. Januar 2018 = November 2018

0:00 – 23:59 Uhr des 5. Januar 2018 = Dezember 2018
Verwandlungs- und Abschlusstag: Auch hier kann man noch unglücklicher verlaufene Tage umwandeln und vervollständigen. Am Abschlusstag haben die Alten Weisen ihre Ställe und Häuser ausgeräuchert um sich und die Umgebung von allem Alten zu reinigen. Tipp: Ich liebe weißen Salbei zum Räuchern – duftet herrlich und hat super Reinigungswirkung.

Genieße die Rauhnächte, sei neugierig was dir diese magische Zeit des Jahres bringt. Erfülle dir deine Wünsche, sei achtsam mit dir und deinen Mitmenschen und schaff dir bewusst deine Basis für das Jahr 2018!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Kinder Yoga macht Kinder größer

Seit zwei Jahren unterrichte ich Yoga für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Demnächst startet ein neues Semester und die Vorfreude ist groß.

In einem Kurs den ich unterrichtete, waren schon einige Einheiten vergangen. Die Kinder entwickelten große Freude an Balance-Übungen. Sie waren fasziniert darüber, was sie alles mit ihrem Körper schaffen konnten. Ich zeigte ihnen spielerisch Bakasana, die Position wo man auf den Händen balanciert, Knie auf dem Oberarm, Beine abgewinkelt und Füße angezogen (siehe Bild unten). Ich war überrascht, wie einfach es ging für die Kinder. Sie waren richtig euphorisch. Einer der Buben der Gruppe kippte plötzlich leicht nach vor, erschrak und fiel zur Seite. Ich ging zu ihm und sagte, dass er sich keine Sorgen machen solle, denn auch mir passiert das immer wieder. Man darf auch mal zur Seite plumpsen, auch beim Yoga. Er hatte Tränen in den Augen und sagte „ich weiß, dass ich das alles nicht kann“. Der Satz, den er da sagte, ließ mein Gesicht erstarren. Sein enttäuschter Gesichtsausdruck zeigte mir, dass dieser Satz tief in seinem Inneren saß.

Ich sagte ihm, er solle mir in die Augen blicken. Er hob den Kopf. Ich sah ihn lächeln, aber bestimmt an und sagte „Niemand auf der Welt hat das Recht dir zu sagen, dass du etwas nicht kannst. Du kannst alles was du willst. Du kannst alles was du willst. Du kannst alles was du willst.“ Nach dem ersten Satz wurden seine Augen größer und er hörte jedes Wort ganz bewusst. Er saugte jedes Wort von den vier Sätzen tief in sein Inneres auf. Seine Augen wurden heller.

Ich forderte alle Kinder auf, sich im Kreis aufzustellen und an den Händen zu nehmen. Der Junge stand in der Mitte. Wir sagten alle ganz laut und deutlich „Du kannst alles. Du bist toll.“ Alle Kinder wiederholten diesen Satz sieben Mal. Mit jedem Mal wurde der Junge in der Mitte einen gefühlten Zentimeter größer. Ein Gefühl des Zusammenhalts floß durch den Kreis. Die Kinder waren erfreut, euphorisch, glücklich. Das Gesicht des Jungen in der Mitte begann zu leuchten, wie ich es davor noch nie bei einem Kind gesehen hatte.

Jedes Kind durfte sich danach in die Mitte stellen und diesen Satz von allen hören. Die Kinder schauerte es teilweise, sie begannen zu strahlen und vor Freude zu klatschen.

Selbst jetzt steigen mir noch die Tränen vor Freude in die Augen und eine Gänsehaut macht sich breit, wenn ich an dieses Erlebnis zurückdenke. Es geht um die Sensibilität und Selbstachtung, die wir den Kindern beim Yoga lehren. Es geht um Selbstvertrauen und gegenseitig Unterstützung. Dafür ist Platz beim Kinder Yoga und deshalb unterrichte ich Kinder mit Hingabe und Leidenschaft.

Bakasana (Arm Balance)

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Vegetarierin aus Selbstliebe

Vor einigen Jahren dachte ich noch (wie vermutlich viele Menschen) „ohne Fleisch kann ich nie leben“. Vegetarierer und Veganer tangierten mich nicht einmal peripher. Selbst als ich eine beste Vegetarier-Freundin hatte. Ich akzeptierte sie, sie akzeptierte mich, wer was aß war nebensächlich.

Ein paar Jahre später verschlug es mich eine Zeit lang auf eine kleine Insel, weit weg von allen gewohnten Einflüssen. Ich folgte meinem natürlichen Instinkt. Im Nachhinein stellte ich fest, dass ich doch tatsächlich in vier Monaten nur dreimal Fleisch gegessen hatte. Runter von der Insel und rein in mein gewohntes Stadtleben… ohhh wie gut war doch diese Salami-Pizza nach einer durchgefeierten Partynacht. Doch irgendetwas hatte sich trotzdem verändert – nämlich der Umgang mit mir selbst. Ich lerne Yoga, mich selbst und meinen Körper kennen. Ich lernte zu verstehen und zu erkennen was mir gut tat und was nicht. Ich lernte, wie Gedanken, Worte und Taten meine Realität kreierten und mich formten.

Wir wissen, dass unsere Emotionen, Worte und Taten unseren Körper beeinflussen. Wir wissen, dass wenn wir traurig und depressiv sind, auch unser Körper krank wird. Es ist bei Tieren nichts anderes. Ein Tier das leidet hat einen kranken Körper. Wenn ein Tier stirbt, produziert der Körper Stresshormone und pumpt sie in den Körper. Bei manchen Tieren geschieht das oft ein ganzes Leben lang, weil sie lebenslanger Qual und Folter ausgesetzt sind. Manche von ihnen haben ihr ganzes Leben lang keinen einzigen Sonnenstrahl gesehen. Indem wir das Fleisch dieser Tiere essen, nehmen wir ihre Ängste und ihre Depressionen, ihren Kummer und ihren Schmerz in uns auf weil wir ihr Fleisch verdauen und eins werden mit ihm. Denn mein Magen existiert nicht abgesondert von mir, er ist ein Teil von mir. Ich bin eins mit ihm und eins mit allem was sich in ihm befindet.

Obwohl mir all dies mehr und mehr bewusst war, aß ich dennoch hin und wieder Fleisch. Ich konnte manchmal nicht widerstehen. Bis zu jenem Zeitpunkt, als ich mit meinem Paps und meinem Bruder in einem Restaurant war wo ich Hühnerkeulen bestellte. Als ich das Fleisch einer Hühnerkeule zur Hälfte gegessen hatte, kam der Knochen zum Vorschein. Ein Knochen, der zerbrochen war. Ich spürte den Schmerz dieses Tieres. Was wohl geschehen sein musste, dass dieser Knochen brach. Wie es wohl gelitten haben musste. Welcher Todesangst und welcher Folter es wohl ausgesetzt gewesen war. Ich spürte, welche Gewalttätigkeit ich hier unterstützte indem ich dieses Fleisch bestellte und aß. Es rannte mir kalt den Rücken hinunter. Ich wollte um keinen Preis der Welt meinem Körper dieses Fleisch zuführen. Ab diesem Zeitpunkt erklärte ich meinen Körper zur tierfreien Zone, bis ans Ende meines Lebens. Ahimsa (Sanskrit, f., अहिंसा, ahiṃsā, wörtlich das Nicht-Verletzen) bedeutet in der Yoga Philosophie Gewaltlosigkeit, nach außen und auch sich selbst gegenüber. Dem verpflichte ich mich – aus Selbstliebe.

16359187_10154990164724185_158290846_n

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Be Food Free Prozess – 21 Tage

Ohne Nahrung zu leben ist in den Schriften der Veden als eine von 400 Yogic Powers beschrieben. Es gibt viele Yogis auf der Welt, die ohne feste Nahrung leben und dadurch Gesundheit, Energie und ein höheres Bewusstsein erlangen.

Der 21-Tage Be Food Free Prozess „Nirahara Samyama“ war im Juli 2016 der erste den ich gemacht habe. Er zeigte mir unfassbar viele Muster auf, welche ich mir im Zusammenhang mit Nahrung angeeignet hatte. Der Prozess ist von Avatar Sri Paramahamsa Nithyananda Swamiji initiiert und vorgegeben. Es geht dabei nicht darum abzunehmen, es ist KEIN Fasten und kein Hungern. Es geht darum, sich von zwanghaften und einschränkenden Gedanken- und Verhaltensmustern wie beispielsweise Irritation, Stress oder Abhängigkeiten zu befreien. Liebe und Nahrung sind die ersten beiden „Dinge“ die wir in unserem Leben von der Mutter erhalten. Im frühkindlichen Alter werden diese beiden Wahrnehmungen miteinander verknüpft und in Zusammenhang gebracht. Klingt logisch oder?

Frustessen, überessen, Belohnungssystem „Essen“, gesellschaftliches Zusammenkommen, feiern, Liebe ausdrücken indem wir für jemanden kochen, für uns selbst sorgen – all das verbinden wir bewusst oder unbewusst mit Nahrung/Essen.

Zum Ablauf von Nirahara Samyama: Level 1 sind zwei Tage ohne feste Nahrung. Am dritten Tag darf man essen worauf man Lust hat. Level 2 dauert anschließend fünf Tage, am 9. Tag darf gegessen werden. Level drei beginnt nach dem 9. Tag und bedeutet 12 Tage ohne feste Nahrung. Zu sich nimmt man Flüssigkeiten aller Art: Wasser, Tee, Smoothies, Buttermilch, Yoghurtdrinks oder Suppen. Der Magen soll immer gefüllt sein, nicht überfüllt und auch nicht leer. Die Voraussetzung um zu beginnen ist gesund zu sein. Bereits bei einer Verkühlung soll davon abgelassen werden. Täglich ist eine 21-minütige Meditation auszuüben und Satsangs von Avatar Sri Paramahamsa Nithyananda zu verfolgen.

Du fragst dich, was mir das Ganze Trara gebracht hat?
Here we go:

  • Leben, in vollen Zügen: Am ersten Tag des Prozesses saß ich in der Arbeit und hatte eine kleine Meinungsverschiedenheit mit meiner Kollegin. Der erste Gedanke war: Ich will jetzt bitte frühstücken. Es vergingen 10 Minuten wo ich von dieser Gedankenspiralle gefangen war mit „ich darf nicht“, „schon am ersten Tag wieder einen Rückzieher machen“ und so weiter und so fort. 10 Minuten später konfrontierte ich mich mit dem Leben, sprach an was mich beunruhigte und wir lösten es innerhalb von 10 Sekunden auf, gewannen an Vertrauen und Lösungskompetenz. Ich lernte in diesen 21 Tagen das Leben zu konfrontieren. Mich mit den Dingen die auftauchen im Moment oder kurz nachdem sie aufgetaucht sind auseinanderzusetzen. Ich lernte, das Leben voll und ganz zu leben. Jeden Moment anzunehmen wie er ist und einzutauchen, einzuatmen, in vollen Zügen.
  • Klarheit und Konzentration: Am Morgen wachte ich normalerweise auf und kurz danach überlegte ich was ich denn zum Frühstück wolle. Irgendwann später ähnliche Fragen zu Mittag: was ich denn nun wirklich will, worauf ich Lust habe, was gesund für mich ist, was ich mir gönne, was ich heute und was vielleicht lieber morgen essen mag. Planung. Nicht zu essen schaffte einen klaren Kopf. Ich hatte noch nie zuvor so viele klare Gedanken und geistige Ruhe.
  • Unabhängigkeit: Ich bemerkte, dass ich im Leben meinen emotionalen oder physischen Zustand von Nahrung abhängig machte. „Ich bin müde weil ich hungrig bin“, „ich brauche Schokolade um besser gelaunt zu sein“, „ich brauch Zucker um mich zu pushen“, „ich bin träge weil ich zu viel gegessen habe“. Ich befreite mich von diesen Verknüpfungen, die meinen emotionalen Zustand in ein Hoch oder Tief brachten. All diese Gedanken wie dass ich beispielsweise Schokolade brauche, kommen auch jetzt noch. Doch sind sie mir bewusst und ich kann mich dann entscheiden, ob ich trotzdem Schoki mag oder nicht, ohne einen emotionalen oder physischen Zusammenhang zu begründen. Dieser Prozess ermöglichte mir eine weitere Freiheit, nämlich  meinen Tag bzw. meine Aktivitäten wie Sport etc. nicht an die Nahrungsaufnahme anzupassen.
  • Kraft: Meine Muskeln bauten sich schneller auf. Jede Yogaeinheit die ich machte fühlte sich doppelt so kraftvoll an. Es war als würden die Blockaden, die Schwere aus den Muskeln und dem Gewebe verschwinden. Mein Körper fühlte sich frei und flexibel an. Kraft gewann ich nicht nur auf der physischen Ebene, sondern  viel mehr auf der mentalen Ebene. Ich beobachtete meine Gedanken und wurde mir so vieler Denkmuster bewusst. Und ich ließ sie alle konstant los. Tag für Tag bewegte ich mich vorwärts, in Richtung mentaler Stärke und Standfestigkeit.
  • Gewichtsverlust: Ich verlor 1 – 2 kg in den 21 Tagen. Ich verlor Fettpölsterchen. Es passierte also genau das, was ich mir gewünscht hatte. Gleichzeitig tauchte eine tiefe Angst auf Gewicht zu verlieren und im weiteren Sinne, die Angst davor zu sterben wenn ich nichts esse. Nach einigen Tagen wurde mir Schritt für Schritt bewusst, dass diese Angst ein Gedankenkonstrukt war. Eine Illsuion und Angst, die ich gerne gehen ließ weil diese Angst weder real noch gesund für mich ist.
  • Zeit: Nach zwei Tagen ohne Essen saß ich vor meinem Computer, hatte ein Skype-Gespräch mit meiner Freundin aus Seattle die den Prozess ebenfalls machte und realisierte: ich hatte in den letzten zwei Tagen meine Wohnung geputzt, all die Wäsche gewaschen, Vorhangstangen besorgt und so vieles mehr, das ich sonst in 5 Tagen nicht schaffte. Es war zu diesem Zeitpunkt 8 Uhr abends und ich dachte „Was mache ich jetzt mit dem ganzen restlichen Abend“. Mir wurde bewusst, wie viel Lebenszeit ich alleine damit verbrachte an Essen kaufen, kochen etc. zu denken, ganz zu schweigen von dann tatsächlich zu kochen, zu essen und wieder abzuwaschen.
  • Energie: Wach, erwacht, energie-erfüllt, gelangweilt oder müde zu sein ist eine Entscheidung. Es ist eine Einstellung. Es ist ein „Ja“ oder „Nein“ zum Leben. Mehr nicht.
  • Vertrauen: Am 3. und 9. Tage lernte ich, dass ich immer wieder Essen werde können. Ich kann es tun, muss es aber nicht. Ich lernte, dass es kein Problem ist eine Mahlzeit ausfallen zu lassen. Ich lernte, dass es mir sogar gut tut sowie Klarheit und Leichtigkeit bringt und gewann Vertrauen in meinen Körper, in mich selbst. Natürlich hatte ich den Gedanken am Beginn des Prozesses „zum Glück sind es nur zwei Tage und dann kann ich schon wieder einen Tag essen“, oder „am 3. Tag muss ich viel essen um die nächsten Tage durchzuhalten“. Heute weiß ich, dass ganz gleich ob es 3, 9 oder 25 Tage ohne Essen gewesen wären, mein Kopf hätte mir unabhängig von der Dauer auch dann gesagt „einen Tag länger hätte ich es nicht mehr ausgehalten“. Es kommt bei einem Gedankenmuster nicht darauf an was im aussen geschieht, ein Muster findet einen Grund laut zu werden.
  • Nahrung: Am 3. und 9. Tag, dem ersten und zweiten Ess-Tag im Prozess ging ich einkaufen – alles worauf ich Lust hatte. Ich sorgte „endlich“ wieder für mich. Da wurde mir am 9. Tag bewusst: Wie sorge ich für mich? Durch Essen kaufen. Aber wie sorgte ich denn dann die anderen Tage für mich? Auf einer anderen Ebene die mich tiefgründiger nährte: Ich gönnte mir Pausen wenn mein Körper dies wollte, nämlich ganz automatisch habe ich mich hingesetzt, einfach 5 Minuten und dann bin ich ohne es bewusst zu steuern wieder aufgestanden. Mir wurde klar, dass ich davor Essen benutzte um mir eine Pause zu gönnen, ein weiteres Verhaltensmuster das ich loslassen darf. Ich sorgte in diesen 21 Tagen für mich indem ich mir bewusst „nahrhafte“ Situationen schaffte, meditierte, ein spirituelles Buch laß und dadurch meine Seele und meinen Geist nährte.
  • Gesundheit: Mir wurde klar, dass es nicht darauf ankommt was ich an Essen nicht zu mir nehme um gesund zu sein. Wir haben so viele Meinungen darüber was uns gut tut und was nicht, welche Nährstoffe wir brauchen und welche nicht. Wir vergessen, dass der Körper alles produziert was wir brauchen. Er hat durch all den Überfluss den wir ihm anerzogen haben nur verlernt dies zu tun. Das durfte ich in jeder Zelle meines Körpers fühlen – und dafür bin ich unglaublich dankbar.

Es waren unfassbar tolle 21 Tage Nirahara Samyama – Yogic Spirit and Lifestyle.

Veröffentlicht unter Uncategorized | 3 Kommentare

Zahnpasta selbst gemacht

english

Seit einem halben Jahr verwende ich selbst gemachte Zahnpasta. Bisher probierte ich zwei „Rezepte“ aus, beide waren in kurzer Zeit fertig und das Ergebnis für mich sehr zufriedenstellend. Hier das zweite Rezept welches ich probierte, das erste war ähnlich, nur mit Backpulver. Nach etwas Recherche im Internet verwende ich nun Natron, es macht zusätzlich die Zähne weißer.

toothpaste_self_made

Herstellung:

  • 4 – 5 EL Natron – löst Verfärbungen von den Zähnen und neutralisiert kariesverursachende Säuren
  • 2 – 3 EL Kokosöl – wirkt antibakteriell, antifungal, antiviral und ist so wie Natron 100% natürlich

Einfach die beiden Zutaten gut verrühren und fertig ist die Zahnpasta. Sollte das Kokosöl kühl gelagert und erhärtet sein, erwärme es davor ein wenig. Ich bewahre die Zahnpasta in einem kleinen Glas auf. Man kann sie auch in eine saubere Tube geben, gefiel mir nicht so weil es dann wieder eine Plastikverpackung ist. Im Glas habe ich einen Zahnstocher mit welchem ich einfach die Zahnpasta raus und auf die Zahnbürste geben. Wenn es heiß ist, wird die Zahnpasta eher flüssig, im Winter eher fest. Ist beides kein Problem, so oder so landet die Zahnpasta auf der Zahnbürste. (Alternativ findet man auch oft Rezepte wo zusätzlich ein halber EL Stevia und/oder ätherische Öle, 12 Tropfen bei dieser Menge, hinzugefügt werden.) Die Haltbarkeit hängt Recherchen zufolge von der Haltbarkeit der Zutaten ab. Mit der Menge die ich hier angegeben habe bin ich ca. 2 Monate ausgekommen.

Ich bin von der Zahnpasta begeistert. Meine Zähne fühlen sich sauber an, sie wirken weißer und das Zahnfleisch ist gesünder. Die Zähne fühlen sich außerdem – und das mag jetzt seltsam klingen – an der Oberfläche weicher an wenn ich mit der Zunge drüberfahre, so als hätten sie eine natürliche Schutzschicht.

Auf diese Alternative bin ich deshalb umgestiegen, weil ich das Fluorid in den herkömmlichen Zahnpasten bedenklich finde. Auf den Verpackungen steht sogar häufig: nicht verschlucken. Inhaltsstoffe wie Aspartam, Carrageenan (E407), Parabene, Glycerin, Mikro Plastik Partikel und vor allem Fluorid haben mich zum Nachdenken angeregt. Fluorid gelangt über die Lymphbahnen der Mundschleimhaut in die Schilddrüse. Dort entsteht Fluorid-Thyroxin, welches die Schilddrüse zerstört. Fluorid verlangsamt deinen Stoffwechsel, macht willensschwach und versetzt den Menschen in eine Art nebelhaften Zustand. Wenn du zuviel Fluroid zu dir nimmst, kommt es nachweislich zu Fluorose (weiße Flecken auf den Zähnen). In Ländern, in denen das Trinkwasser einen hohen Fluoridgehalt aufweist wie Indien, ruft das Spurenelement tatsächlich Vergiftungen hervor wie Knochenschäden (Skelettfluorose) und Nierenschäden.

Die Studien zu Fluorid sind umstritten und aufgrund der unterschiedlichen Initiatoren der diversen Studien meiner Meinung nach auch nicht verlässlich. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen und diese hat mich überzeugt.

Deshalb: einfach  auf Nummer sicher gehen wenn es so einfach ist und natürliche, gesunde Zahnpasta selbst machen! Viel Spaß damit!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , | 3 Kommentare